Konventionen brechen

Immer wieder weise ich Autor:innen darauf hin, dass ihrer Kurzgeschichten bestimmte Bedingungen erfüllen müssen. Dabei stelle ich diese Forderungen auch noch so dar, als wären sie in Stein gemeißelte, eherne Gebote der Literatur. Ich sollte mich schämen, denn das stimmt natürlich nicht.

Worum geht es in deinem Buch?

Die Frage „Worum geht es in deinem Buch?“ will niemand von seiner Lektor:In gestellt bekommen. Es ist die eine Frage, mit der man Autor:Innen am zuverlässigsten in den Wahnsinn treiben kann. Entgegen anders lautenden Gerüchten stellt eine Lektor:In die Frage aber nicht, um die Autoren zu ärgern.

Szenen drehen

Das, was Leser als Geschehen registrieren, ist der Unterschied zwischen der emotionalen Lage, mit der sie die Szene betreten und der emotionalen Lage, mit der sie die Szene wieder verlassen.

Von Kapiteln und Szenen

Man kann über einen Roman als ein Buch von dreihundert Seiten Länge denken. Handelt es sich um das allererste Buch, das ich schreiben will, sind dreihundert Seiten sehr viel. Sie wirken mitunter geradezu einschüchternd. Es könnte schnell der Wunsch aufkommen, das Ganze ein wenig besser zu portionieren.

Vier Schritte

Ich sehe meinen Geschichten immer an, ob ich in der richtigen Reihenfolge gearbeitet habe. Es sind nur vier Schritte, aber wenn ich versuche sie rückwärts oder seitwärts zu gehen, verstolpere ich mich im eigenen Plot. Die Schritte an sich sind nicht schwer.